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Rechnungsprogramm für Selbstständige 2026: 7 Tools im Test

Welches Rechnungsprogramm passt 2026 zu Selbstständigen? Wir testen 7 Tools nach Preis, Pflichtangaben, wiederkehrenden Rechnungen, Mahnwesen und E-Rechnung.

Kategorie
Unternehmen
Aktualisiert
Autor:in
Diana

Als Selbstständiger schreibst du Rechnungen ständig — und genau hier entscheidet sich, ob du jeden Monat Stunden mit Formatierung, Nummernkreisen und Nachfass-Mails verlierst oder ob die Software das für dich erledigt. Ein gutes Rechnungsprogramm ist nicht „nur eine Vorlage": Es nummeriert fortlaufend, prüft die Pflichtangaben nach §14 UStG, archiviert GoBD-konform und kann seit 2025 auch E-Rechnungen erstellen.

Der Markt ist groß und unübersichtlich. Manche Tools sind reine Rechnungs-Apps, andere komplette Buchhaltungssuiten — und die Preise reichen von 0 € bis über 30 € im Monat. Welches Programm wirklich zu dir passt, hängt davon ab, wie viele Rechnungen du schreibst, ob du wiederkehrende Abos abrechnest und ob du Buchhaltung und Steuer gleich mitmachen willst.

In diesem Test vergleichen wir 7 Rechnungsprogramme für Selbstständige nach Preis, Funktionsumfang, E-Rechnung und Buchhaltungsanbindung — damit du das richtige Tool für 2026 findest, ohne dich durch Dutzende Tarifseiten zu klicken.

Was ein Rechnungsprogramm für Selbstständige können muss

Bevor du Preise vergleichst, solltest du wissen, worauf es ankommt. Ein vollwertiges Rechnungsprogramm erfüllt diese Punkte:

  • Pflichtangaben automatisch: Alle nach §14 UStG vorgeschriebenen Angaben — von der fortlaufenden Rechnungsnummer bis zur Steuernummer. Welche das sind, liest du in unserem Überblick zu den Pflichtangaben auf der Rechnung.
  • Wiederkehrende Rechnungen: Wer Retainer, Abos oder monatliche Pauschalen abrechnet, will sie einmal anlegen und automatisch versenden lassen.
  • Mahnwesen: Automatische Zahlungserinnerungen und Mahnstufen, damit du offenen Rechnungen nicht hinterherrennen musst.
  • Angebote und Auftragsbestätigungen: Vom Angebot per Klick zur Rechnung — ohne Daten doppelt einzutippen.
  • E-Rechnung nach EN 16931: Seit 2025 müssen alle Unternehmen E-Rechnungen empfangen können, ab 2027/2028 kommt die Versandpflicht. Eine PDF per Mail reicht im B2B nicht mehr.
  • GoBD-konforme Archivierung: Revisionssicher gespeichert, damit du bei einer Betriebsprüfung sauber dastehst.

Die 7 besten Rechnungsprogramme 2026 im Test

1. Norman — kostenlos, KI-gestützt, mit Buchhaltung

Norman schreibt Rechnungen in Sekunden, nummeriert automatisch fortlaufend und erstellt E-Rechnungen im ZUGFeRD-Format nach EN 16931. Wiederkehrende Rechnungen, Angebote und Zahlungserinnerungen sind integriert.

Preis: Rechnungsstellung und Buchhaltung sind dauerhaft kostenlos — ohne Limit, ohne Wasserzeichen. Bezahlt wird nur die Steuerabgabe; der Klein-Plan startet bei 12 €/Monat. Details auf der Preisseite.

Stärken: Rechnung schreiben und verbuchen in einem Tool, KI-Belegerkennung, KI-Buchhaltung inklusive. Mehr unter E-Rechnung mit Norman.

2. Lexware Office (ehemals Lexoffice)

Der Marktführer deckt Rechnung, Buchhaltung und Banking solide ab und ist gut etabliert.

Preis: S ab rund 11 €/Monat netto, M ab rund 19 €/Monat, L ab rund 28 €/Monat. Seit der Übernahme durch Lexware sind die Preise gestiegen.

3. sevDesk

Beliebte Komplettlösung mit Rechnung, Buchhaltung und DATEV-Export — eher für Selbstständige mit Steuerberater.

Preis: Einstieg ab rund 9 €/Monat netto, Vollpaket deutlich höher. Eine kostenlose Testphase ist verfügbar.

4. FastBill

Schlankes Tool mit Fokus auf Rechnungsstellung, wiederkehrende Abrechnung und Belegverwaltung.

Preis: Einsteigertarif ab rund 9 €/Monat netto, „Pro" ab rund 21 €/Monat.

5. Billomat

API-flexibel und auf wachsende Unternehmen mit vielen Rechnungen ausgelegt.

Preis: Bezahlte Tarife ab rund 10 €/Monat netto, je nach Funktionsumfang höher (Stand 2026).

6. Papierkram

Freelancer-freundlich mit integrierter Zeiterfassung und Projektabrechnung.

Preis: Free-Tier verfügbar; bezahlte Tarife ab rund 8 €/Monat netto.

7. Zervant

Einfaches Rechnungstool, das vor allem auf Kleinunternehmer und Solo-Selbstständige zielt.

Preis: Kostenloser Basis-Tarif für wenige Rechnungen, bezahlte Pakete je nach Volumen gestaffelt.

Kostenloses Tool oder bezahlte Software?

Reine Gratis-Generatoren und Word-Vorlagen wirken verlockend, scheitern aber an Nummernkreisen, Archivierung und der E-Rechnungs-Pflicht. Was 2026 wirklich kostenlos und gleichzeitig rechtssicher funktioniert, haben wir in Rechnung kostenlos erstellen auseinandergenommen. Die kurze Antwort: Eine Vorlage ist gratis, aber sie nummeriert nicht automatisch und kann keine E-Rechnung erzeugen.

Der Unterschied zwischen „billig" und „passend" liegt im Funktionsumfang: Wenn du nur ab und zu eine Rechnung schreibst, reicht ein schlankes Tool. Sobald du regelmäßig abrechnest, Abos hast oder Buchhaltung und Umsatzsteuer mitlaufen sollen, sparst du mit einer integrierten Lösung mehr Zeit als der Tarif kostet.

Rechnungsprogramm allein oder gleich mit Buchhaltung?

Viele Selbstständige starten mit einem reinen Rechnungstool und merken nach ein paar Monaten: Die Rechnungen liegen im einen Programm, die Belege im anderen, die Umsatzsteuervoranmeldung macht der Steuerberater aus einer dritten Quelle. Jeder Wechsel kostet Zeit und produziert Übertragungsfehler.

Wer Rechnung und Buchhaltung in einem Tool führt, spart sich Exporte, doppelte Eingaben und Abstimmungsaufwand. Welche Komplettlösungen sich lohnen, zeigt unser Vergleich der besten Buchhaltungssoftware für Selbstständige. Und wenn dein Schwerpunkt auf der E-Rechnung liegt, hilft dir der separate E-Rechnung Software Vergleich bei der Auswahl.

Fazit: Das richtige Rechnungsprogramm für dich

Für die meisten Solo-Selbstständigen ist ein Tool, das Rechnung, E-Rechnung und Buchhaltung verbindet, die wirtschaftlichste Wahl — gerade wenn die Rechnungsstellung kostenlos ist. Schlanke Rechnungs-Apps lohnen sich vor allem, wenn du wenige Rechnungen schreibst und die Buchhaltung anderweitig erledigst.

Norman deckt Rechnungsstellung und Buchhaltung dauerhaft kostenlos ab, erstellt E-Rechnungen nach EN 16931 und übernimmt mit KI die Belegzuordnung — bezahlt wird nur die Steuerabgabe. Wenn du Rechnungen schreiben, verbuchen und deine Steuer aus einer Hand erledigen willst, teste Norman kostenlos.

Norman übernimmt die operative Arbeit im Hintergrund

Von Rechnungen bis Buchhaltung: Norman organisiert wiederkehrende Finanzarbeit, damit du Fristen sauber einhältst und weniger manuell nachhalten musst.