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Einmal Steuererklärung, immer Steuererklärung? Der Mythos im Check

Wer einmal eine Steuererklärung abgibt, muss das nicht jedes Jahr tun. Wir klären, woher der Mythos kommt, wer wirklich abgeben muss – und warum sich die freiwillige Abgabe trotzdem lohnt.

Kategorie
Steuern
Aktualisiert
Autor:in
Diana

Hast du schon einmal den Spruch gehört: „Wer einmal eine Steuererklärung abgegeben hat, muss sie jedes Jahr machen"? Du bist nicht allein. Das ist einer der häufigsten Mythen rund um das deutsche Steuersystem. Zum Glück ist er nicht ganz wahr! Lass uns herausfinden, warum dieser Mythos existiert, wer wirklich eine Steuererklärung abgeben muss und wie du deine Steuern stressfrei erledigen kannst.

Woher kommt der Mythos?

Wie bei den meisten weit verbreiteten Gerüchten ist es eine Mischung aus Hörensagen und Frustration über Bürokratie. Viele glauben, dass sie, sobald sie ihre erste Steuererklärung abgegeben haben, in einem jährlichen Steuerkreislauf gefangen sind. Die Wahrheit? Eine einmalige Abgabe verpflichtet dich nicht automatisch dazu, jedes Jahr eine Steuererklärung einzureichen.

Muss man jedes Jahr eine Steuererklärung machen, wenn man einmal angefangen hat?

Kurze Antwort: Nein! Das freiwillige Einreichen einer Steuererklärung (Antragsveranlagung) bedeutet nicht, dass du dazu auf Lebenszeit verpflichtet bist. Ob du eine Steuererklärung abgeben musst, hängt von bestimmten Voraussetzungen in jedem Steuerjahr ab – unabhängig davon, ob du in den Vorjahren bereits eine Erklärung abgegeben hast.

Wer muss eine Steuererklärung machen

Du bist verpflichtet, eine Steuererklärung einzureichen, wenn eines (oder mehrere) der folgenden Kriterien erfüllt ist:

  • Du bist selbstständig als Freiberufler:in oder Gewerbetreibende:r.
  • Du hast mehr als 410 € an zusätzlichen Einkünften erzielt (z. B. durch Nebenjobs oder Mieteinnahmen).
  • Du hast über 410 € an Lohnersatzleistungen erhalten (z. B. Arbeitslosengeld oder Kurzarbeitergeld).
  • Du hattest gleichzeitig mehrere Arbeitgeber, wobei ein Job nach Steuerklasse 6 besteuert wurde.
  • Du hast steuerfreie Freibeträge eingetragen, und dein Gesamteinkommen übersteigt bestimmte Grenzen.
  • Du hattest Kapitalerträge, bei denen die Abgeltungssteuer nicht korrekt erhoben wurde.
  • Das Finanzamt fordert dich ausdrücklich zur Abgabe auf.
  • Du lebst im Ausland, bist aber in Deutschland steuerpflichtig.

Wenn keines dieser Kriterien auf ein bestimmtes Jahr zutrifft, bist du nicht verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben. So einfach ist das.

Entscheidungsbaum: Muss ich dieses Jahr eine Steuererklärung abgeben? Trifft eines der Pflichtkriterien zu, ist die Abgabe Pflicht (Pflichtveranlagung), sonst freiwillig (Antragsveranlagung).
Die Abgabepflicht wird jedes Jahr neu geprüft: Trifft keines der Kriterien zu, ist die Abgabe freiwillig – egal, was du in den Vorjahren gemacht hast.

Warum sollte man trotzdem freiwillig eine Steuererklärung machen?

Auch wenn du nicht dazu verpflichtet bist, lohnt es sich oft, die Steuererklärung freiwillig abzugeben. Die durchschnittliche Steuererstattung in Deutschland liegt bei etwa 1.025 € – Geld, das direkt auf dein Konto fließen könnte. Wenn du deine Steuererklärung nur aus Angst auslässt, danach jedes Jahr abgeben zu müssen, kannst du beruhigt sein. So funktioniert das nicht.

Expertenmeinung
Für die meisten ist die Abgabe nicht verpflichtend. Ich würde sie trotzdem empfehlen. In den Jahren, in denen ich abgegeben habe, hat meine Familie einmal 3.000 € und ein anderes Mal 4.000 € zurückbekommen. In den übrigen Jahren lag die Erstattung meist bei rund 1.000 €.
Peter BoykoPeter BoykoGründer von Norman

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Fazit

Wer einmal eine Steuererklärung abgibt, muss das nicht zwangsläufig jedes Jahr tun. Wenn du bestimmte Kriterien erfüllst, dann ja, in diesem Jahr bist du verpflichtet. Ansonsten kannst du frei entscheiden. Aber lass dich nicht von dieser Freiheit verleiten, auf eine mögliche Rückerstattung zu verzichten. Mit den richtigen Tools – wie Norman – kann die Steuererklärung schnell, unkompliziert und sogar lohnend sein.

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